Studio-Diary

20.10.2011 - Synaptic goes Studio (again but very different) (klaus)

Nach mittlerweile jahrelanger Planung ist es nun endlich soweit. Die Band die keine Fans, aber dafür umso mehr Freunde hat, will wieder Musik auf Tonträger pressen. Diesmal allerdings ein klein wenig anders: entstanden die beiden bisherigen Releases noch im Leisure Time Studio unter der Leitung von Martin Fugger, ist es diesmal ein reines Eigenbau-Projekt.

Die Planung unseren Proberaum in ein Projekt-Studio auszubauen gab es schon lange (gefühlte 1-2 Jahre etwa), doch solch ein Projekt will gut vorbereitet sein. Engineering und Produktion liegen diesmal in meinen (Klaus') Händen. Deswegen galt es erst einmal ein technisches Konzept zu erarbeiten. Wie kommen wir mit möglichst geringem Mitteleinsatz zu einem möglichst gut klingenden Ergebnis und bleiben dabei auch flexibel?

Vieles zur Beantwortung dieser Frage, konnte ich mir beim über-die-Schulter-von-Martin-Fugger-schauen aneignen. V.a. das Basiswissen im Bereich Harddisc-Recording. Denn von Anfang an war klar: aufgenommen wird mit dem eigenen Laptop, das spart Platz und ermöglicht es mir zu Hause zu mischen und Studio aufzunehmen.

Die Technik

Harddisc-Recording also? Aber wie anstellen? Einfach: man nehme einen Laptop, ein DAW-Programm, ein Audio-Interface, eine Menge Mikros und schon kann's losgehen. Stellt sich nur die Frage: welche DAW? welches Interface? welche Mikros wofür?

Hier die Antworten einfach mal aufgelistet:

  • DAW: Cubase Essentials 6
  • Interface: Focusrite Saffire Pro 40
  • Mikros: AKG D-112 (Bass-Drum), eine Handvoll Shure SM57 (Toms, Amps, etc.), ein Stereo-Paar Sontronics STC-1s (Overhead, Amps, Room), die vorhandenen Shure Beta58 und SM58 für Vocals und wo's sonst noch passt und ein Shure Beta57 (traumhaftes Snare- und Instrumenten-Mikro)

So ganz getan war's damit allerdings noch nicht: ein Behringer HA4700 als Kopfhörerverstärker (uns bekannt aus dem LTStudio) musste noch her. In Kombination mit dem Interface können wir jetzt allen 4 Musikern einen eigenen Kopfhörer-Mix verpassen.

Das Prozedere

Der Ablauf wird für diese Produktion recht klassisch gehalten: zuerst spielen wir gemeinsam die Basic-Tracks ein. Das sind Aufnahmen, die später jedem Einzelnen als Richtschnur für die separaten Instrumenten-Aufnahme dienen. Danach folgen die einzelnen Instrumente in der Reihenfolge Drums, Rhythm-Guitars, Bass, Lead-Guitar, Vocals. Zu guter Letzt wird das ganze dann fein abgemischt und mit den nötigen Produktions-Ingredienzien versehen.

Wann gibt's was zu hören?

Je nachdem wie viele Nummern es schlussendlich werden und wie zufrieden wir mit unseren Aufnahmen sind, wird das ganze auch dauern. Aber vor Frühjahr 2012 ist wohl nicht mit einem Release zu rechnen.

Stay tuned! Ich werde versuchen möglichst für jede Recording-Session einen Eintrag zu schreiben.