Studio-Diary

23.11.2011 - Schlagzeug (klaus)

Als Grundlage für die späteren Tracks dient selbstverständlich das Schlagzeug. Wichtig für uns war es den authentischen Sound unseres Schlagzeuges und seines Schlagwerks einzufangen. Zum ersten Mal konnte Enis mit seinem eigenen Schlagzeug eine Studio-Aufnahme einspielen. Während der Aufnahmen wurde hier und da so mancher Makel an den Basic-Tracks ersichtlich, aber das stand dem grundsätzlichen Aufnahme Prozess nicht im Wege. Einfach die entsprechende Spur auf stumm geschaltet und weiter ging's.
Auf große Sound- und Produktionsexperimente wurde verzichtet. Auch haben wir (bis auf ein ganz kleines Detail) die Möglichkeiten, die Harddisc-Recording bietet, um am Tonträger Dinge zu realisieren, die physisch so nicht machbar wären, nicht ausgenutzt. Alles so echt und nah am Live-Sound wie möglich.
Zur Technik: wir haben hier eine klassische Schlagzeug-Mikrofonierung verwendet:

  • Kick-Drum: D112
  • Snare-Top: Beta57
  • Toms: 3x SM57
  • Overheads: STC-1s Stereopaar in AB-Konfiguration

Das gewisse etwas kam durch das 8. Mikro: Die 1. Frage war: brauchen wir ein separates HiHatt-Mikro oder nehmen die Overheads genügend HiHatt auf. Gleich nach dem ersten Probetrack war klar, das wir auf ein separates HiHatt-Mikro verzichten können und den Kanal anderweitig nutzen können. Also haben wir ein Kick/Snare-Mikro aufgebaut: dieses liegt zwischen Snare-Bottom und Kick-Schlagfell. Damit nehmen wir sowohl den Teppich der Snare-Drum als auch den knackigen Sound des Kick-Schlagfells auf. In Ermangelung eines Großkondensator-Mikros mit 8-Konfiguration, das hier die übliche Wahl wäre, haben wir unser SM58 unter der Snare platziert und auf den Schlagpunkt der Kick-Drum gerichtet. Durch einstellen des Abstands wird dann der Pegel von Snare und Kick in diesem Signal auf etwa das gleiche Level gebracht.